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Linie Ost schwärmt aus – Etappenbericht Team Rad

Weil das Ganze so schön war, das Wetter im Juni zumeist sowieso gut, dachte sich der Hauptorganisator der Tour – Thomas Grahl – es wäre doch schön, diese Tour an einem Sonntag mit dem Rad noch einmal anzubieten. Gesagt-getan. Leider standen, abgesehen von den Goase-Leuten, die anderen Teiletappenführer am Sonntag nicht zur Verfügung. So musste der mit einem wirklich phänomenalen Gedächtnis gesegnet Moderator Jörg sich alles merken, was diese so erzählt hatten und selbst den jeweiligen Experten geben. Was er, soviel sei schon verraten, auch hervorragend gemeistert hat. Diejenigen die am Freitag schon dabei waren konnten da nur „Chapeau“ sagen.

Aber noch stehen wir am IG Fortuna. Da es schwierig ist, von einem Rad aus eine 17-köpfige Truppe während der Fahrt mit den nötigen Informationen zu versorgen, gibt es zu Beginn der Tour eine ausgiebige Einführung. Hier kommt auch die Geschichte des Fortuna-Gebäude, dessen Rettung durch die IG Fortuna und die vielen Hindernisse, die immer noch im Weg liegen zum Vortrag. Im Hintergrund schachten derweil die nimmermüden Fortuna-Retter den Boden frei, damit bald Container gestellt werden können und es wieder wenigstens ein Stückweit voran gehen kann.

Aber dann schwingen sich alle auf das Rad. Die beiden Redakteure von Radio-Blau, die teilweise live von der Tour senden werden, nehmen in der Fahrrad-Rikscha von „Radeln im Alter“ mit ihrem Technikequipment Platz. Die unsere Gruppe mehr als 15 Menschen umfasst, dürfen wir im Verband fahren. Dies bedeutet z.B., wenn ein Teil der Gruppe über eine grüne Ampel gefahren ist und diese schaltet, auf Rot darf der Rest der Gruppe auch bei Rot die Straße überqueren. Die Tourverantwortlichen – ausgestattet mit Warnwesten – sorgen während der Fahrt für die Sicherheit, aber es geht auch alles gut. Wieder nehmen wir Kurs auf den Parkbogen. Diesmal besteigt die Gruppe eine andere Stelle des Parkbogens, während unten die Fahrräder bewacht werden, erläutert Jörg den Teilnehmenden die Bauschritte und die zukünftigen Planungen – soweit bekannt.

Auch nun begibt sich die Truppe auf den längsten Weg der Tour. Parallel zur Eisenbahnstraße geht es auf alleeartigen Routen schnell voran und es dauert nicht lange bis das Rosental erreicht ist. Auch diese Gruppe lernt etwas über die Lichthöfe, die Eichen zum Wachsen brauchen aber auch viel über die Geschichte des Rosentals. Der Vortrag ist kurzweilig, der Aufenthalt im Schatten der Bäume ist erholsam, die ersten packen nebenbei mitgebrachte Essenvorräte aus und stärken sich. Das ist eigentlich nicht nötig, den auch bei dieser Tour erwartet die Teilnehmendes im Garten des Oase e.V. ein wunderbares Picknick und ein einladender Garten. Nach einer ausgiebigen Pause endet auch diese Tour im Budde-Kunstgarten.

Linie Ost schwärmt aus – Etappenbericht Team Bus

Am Freitag, den 05.06.2026 wandten sich kurz vor 15 Uhr alle Blicke der 50 vor dem IG Fortuna Wartenden in Richtung Zentrum. Da kam er, der rote Doppeldeckerbus, bereit alle Gäste aufzunehmen, um in den folgenden 5h verschiedene Plätze unter dem Motte Stadtgrün anzusteuern. Auch Radio Blau war wieder mit an Bord und zeichnete die Tour für die Radiohörer auf.

Moderator Jörg Werner begrüßte die Mitfahrenden an Bord und schon ging es los. Das erste Ziel war der Sellerhäuser Bogen. Rene Ziepricht vom Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung wartete schon an der Baustellenleiter, die es in zwei Gruppen zu überwinden galt, um die Forstschritte oben auf dem Parkbogen begutachten zu können. Dort hatte sich einiges getan, große Pflanzeninseln mit Bäumen in ihrer Mitte bestimmten das Bild, Sitzgelegenheiten sowie Wassercontainer für die Versorgung der Pflanzen waren ebenso zu finden, wie Straßenlaternen, um die Passage sicherer zu gestalten.  Radfahrer und Fußgänger werden sich künftig den Platz da oben teilen, doch auch für Verweilmöglichkeiten ist gesorgt. Insgesamt kosteten diese 500 m  Parkbogen ca. 8 Mio. € inklusive Aufgänge und Rampen, Bauen für die Ewigkeit! Für diejenigen Teilnehmer, die diese Bauleiter nicht erklimmen konnten, zeigte Rene Ziepricht wieder unten angekommen große Fototafeln und erklärte die Bauplanungen und Bauschritte noch einmal.

Dann ging es wieder in den Bus und die längste Strecke – vorbei an der Innenstadt und dem Zoo nach Gohlis – wurde zur Freude der Mitfahrenden absolviert. Für die im Obergeschoß des Busses eröffneten sich ungewohnte Perspektiven auf ihre Stadt. Und der Moderator konnte einmal richtig tief in der grünen Geschichte der Stadt Leipzig und ihrer vielen Flüsse und Bäche kramen und die Mitfahrenden dadurch nicht nur auf der Straße, sondern auch in der Zeit reisen lassen. Am Rosental erwartete der Stadtwaldranger Marko Reimanndie Gruppe. Aufgrund unserer Zeitbeschränkung hatte er die Rosentaltour von normalerweise 3h auf 40 min runtergeschraubt und trotzdem viel Interessantes zu erzählen. Das Rosental existiert schon sehr lange, erst in Zeiten der Industrialisierung wurde aus dem sehr lockeren vereinzelt stehenden Baumbestand, dem wir heute noch ca. 2000 Eichen verdanken, die zwischen 150-300 Jahre alt sind, ein Stadtwald, wie wir ihn heute kennen. Bedingt durch die veränderten Nutzungs- aber auch Klimaverhältnisse herrschen heute andere Baumarten wie der Ahorn vor, aber auch der Hochwasserschutz, der aus dem Auwald einen trockenstehenden Stadtwald gemacht hat, sorgt für Veränderungen im Rosental. Der Stadtforst reagiert darauf und unterstützt die traditionellen Baumarten nach Kräften, um deren Bestehen zu sichern, damit auch nachfolgende Generationen das Rosental als grünen Rückzugsort nutzen können.

Nach der kleinen Wanderung ging es wieder in den Bus. Das nächste Ziel war der Goase e.V. Dieser wurde rund um einem 3 Hektar großer Garten gegründet, der zu einem Hausprojekt der SoWo (solidarische Wohngenossenschaft) gehört. Die Bewohner haben das Mehrfamilienhaus aus den 1920ern u.a. mit Hilfe von Direktkrediten gekauft und sanieren dieses schrittweise. Für die 30 Bewohner inklusive 6 Kinder ist der Garten natürlich viel zu groß, so haben sie einen Verein gegründet, der sich um den Garten und seine 4 glücklichen Hühner kümmert, dort einen Rückzugsort für die Nachbarschaft geschaffen hat und Kulturveranstaltungen organisiert. Die Busteilnehmer erwartete neben der Vorstellung des Projektes auch ein liebevoll hergerichtetes Picknick, welches sich im Garten ausgiebig genießen ließ. Das die netten Bewohner auch an andere Nutzer des bisher unsanierten Gebäudes dachten, bewiesen sie eindrücklich, indem sie bei den Sanierungsarbeiten Nistkästen für Mauersegler und Rückzugsquartiere für Fledermäuse unter der Dachtraufe anbrachten, was für viele „Ach wie schön“ aus dem Kreis der Busreisenden sorgte.

Nach einer langen Picknickpause ging es wieder in den Bus, ein letzte Ziel – das Buddehaus und dessen Kunstgarten stand auf dem Programm. Der Leiter des Buddehaus Jürgen Schrödl begrüßte persönlich die Gäste und führte sie an der Bleichert Villa vorbei in den großen Garten. Dort – im Tiefbeet – sammelte sich die Gruppe und lauschte den Ausführungen zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Villa und des Gartens. In diesem werden jedes Jahr unterschiedliche Ausstellungen kuratiert, die aktuelle zeigt faszinierende Photographien von Insekten.  Da aber auch der Garten damit noch nicht ausgelastet ist, entstehen durch freiwilliges Engagement von jungen Menschen jedes Jahr neue und bleibende Details. Der Garten steht alle Menschen offen, um dort verweilen zu können und wen es nach Erfrischungen gelüstet – für einen Biergarten ist auch gesorgt. In diesen verfügten sich einige Gäste, während ein Rest wieder in der Bus stieg und die „Heim“fahrt in den Leipziger Osten antrat.

Dialog im Stadtteil – Grünfläche an der Schulze-Delitzsch-Straße

am 28. Mai haben sich rund 25 Anwohnende über den aktuellen Stand rund um die ehemalige Ausgleichsfläche an der Schultze-Delitzsch-Straße informiert.

Den Anfang machte Frau Försterling vom Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung mit der Präsentation rund um die Einbindung der Fläche im Rahmen der nachhaltigen integrierten Stadtentwicklung.

Kernaussagen:

  • Starkes Wachstum der Stadt
  • Neue Förderperiode für Leipziger Osten
  • Insgesamt 12 Maßnahmen im EFRE Fördergebiet (ca. 12 Mio € werden im Gebiet umgesetzt)
  • Grünfläche steht in Verbindung zu umliegenden Grünflächen und Projekten (z.B. Parkbogen Ost)

Rückfragen aus dem Publikum:

  • Hört 2027 die Förderperiode auf? – Antwort: Ja
  • Wie groß ist die Fläche insgesamt? – Antwort: ca. 20.000 m²

Anschließend präsentierte Herr Eckhard Siegert aus dem Amt für Stadtgrün und Gewässer den aktuellen Planungsstand und die bisherigen Prozesse rund um die Fläche


Kernaussagen:

  • Einordnung zur Lage, Größe und Charakteristika der Grünfläche
  • Einordnung der Historie, des Planfeststellungsverfahrens zum City-Tunnel Leipzig im Rahmen dessen die Grünfläche als Ausgleichsfläche bestimmt wurde sowie der nächsten Schritte
  • Erläuterung des aktuellen Standes zu Vorleistungen und Gutachten sowie laufenden Abstimmungen
  • Erklärung der bestehenden Einschränkungen z.B. Immissionsschutz (Lärm)
  • Bilanzierungskonzept und Entwurfskonzept
  • Vorstellung des Vorentwurfskonzept der naturnahen Grünfläche

Fragen, Hinweise, Einwände aus dem Publikum:

  • Ist ein Zugang von der angrenzenden Kita (Hildegardstraße) aus geplant? Wäre für die Kinder vorteilhaft. – Antwort: Es handelt sich um einen privaten Träger. Es ist kein Zugang von privaten Flächen auf eine öffentliche Fläche vorgesehen.
  • Wie kritisch sind die Schadstoffbelastungen? Wo liegen die Schadstoffe?

Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Diskussion in kleinen Runden zu den Themen wie Umzug des Bauspielplatzes auf die Fläche und damit einhergehende Notwendigkeiten an Fläche und Infrastruktur, Hochbeete und weitere Initiativen, wie beispielsweise Querbeet e.V. sowei Anregungen und offene Fragen.

Diskussionen an Tischen

Tisch 1: Bauspielplatz | Moderation / Ansprechperson: Marlen Försterling

Wichtige Anregungen:

  • Flächengröße: Die 1.200m² große Teilfläche ist zu klein für die Entwicklung eines Bauspielplatz (eher 8000m² statt 600m²).
  • Strom und Wasser (!) anschlüsse sehr wichtig.
  • Wann ist geplant, dass Kooperativen den Platz bespielen können? -> Ab 2028

Tisch 2: Hochbeete und sonstige Initiativen | Moderation / Ansprechperson: Constantin Suppee

Wichtige Anregungen:

  • Organisation: Ab wann kann die Fläche bespielt werden? (Queerbeet e.V.)
  • Zugänglichkeit: es sollte eine gewisse Außengrenze markiert werden. Auf dem Queerbeet Projekt Ludwigsgarten gibt es festgelegte Öffnungszeiten (Do, Do, Sa)
  • Wasser: Wasserinfrastruktur benötigt. Im Ludwigsgarten werden mehr als 2x 1.000 Liter (Tröge) verbraucht. Ideen: 1. historische Schwengelpumpe auf dem Spielplatz Mariannenstraße (Sanierung im Rahmen des Klimaanpassungssofortmaßnehmenprogramms?), 2. Kooperation mit dem Projekt Tonnen an Fallrohre um privates Regenwasser zu nutzen 
  • Kompost/Entsorgung: Was für Möglichkeiten bestehen vor Ort? Kann Kompost angelegt werden? Gibt es weitere Entsorgungsoptionen für anderen Abfall?

Konkrete Vorschläge:

  • Ort des Zusammenkommens: Besteht die Möglichkeit selbst (1.) Möbel zu errichten, (2.) kleine Kulturveranstaltungen zu veranstalten, (3.) Feuerstelle anzulegen
  • Kunst an der Plakatwand: Möglichkeit zur Aufstellung einer 3x5m Plakatwand am Rand des Parks zur partizipativen Bespielung durch Künstler:innen und Anwohnende? Finanzierung soll wenn dann durch Ideenträgerin beim SBB Ost angefragt werden (Stadtbezirksbudget).
  • Kooperationsideen: Gemeinsam mit Kindergarten (Hildegardstraße) Hochbeete bauen. Wissenschaftliche Führungen durch UFZ auf dem Gelände.

Offene Fragen / Prüfaufträge:

  • Wasserinfrastruktur: Was für Möglichkeiten bestehen? Kann Schwengelpumpe reaktiviert werden?
  • Entsorgung: Kompost möglich? Weitere Entsorgungsmöglichkeiten geplant?
  • Ort des Zusammenkommens: Möbel bauen möglich? Feuerstelle möglich?

Tisch 3: Fragen und Antworten für Anwohnende | Moderation / Ansprechperson: Paula Hofmann

Zentrale Fragen der Anwohnenden:

  • Prävention mitdenken – wie kann eine Nutzungsproblematik entstehen? Wie kann man die Nutzung inklusiv gestalten?
  • Wie sind die Wege gestaltet – Antwort: Wassergebundene Wegedecke
  • Hunde:
    • Größter Konflikt, freilaufende Hunde – Wunsch: Abgrenzung zum Kinderspielplatz (Hinweis: Hundebesitzer waren vor allem im östlichen (rechten) Teil der Fläche)
  • Explizit Bedarf im Viertel den Hund von der Leine zu lassen
    • Angebot von Hundekotbeutel? – Antwort: Wird nicht durch die Stadt gestellt
  • Kunst im öffentlichen Raum (partizipatives Kunstobjekt) – Wenn dann über Stadtbezirksbudget finanzierbar. Beim SBB Ost beantragen.  

Besuchende hören der Vortragenden zu

Forum Leipziger Osten – Rückblick

Am 23. April ’26 fand das Forum Leipziger Osten mit rund 40 Teilnehmenden statt. In einer kleineren, dafür umso engagierteren Runde kamen neben den Tischgastgebenden, vier Stadtbezirksbeirätinnen und einem Stadtrat, etwa 30 interessierte Bewohnerinnen und Bewohner zusammen. Diese persönliche Atmosphäre bot beste Voraussetzungen für intensive Gespräche, neue Begegnungen und einen offenen, ehrlichen Austausch.

Zum Auftakt gab Frau Försterling einen anschaulichen und gut verständlichen Überblick über die EFRE-Förderung 2021–2027 sowie die damit verbundenen Maßnahmen der nachhaltigen integrierten Stadtentwicklung im Leipziger Osten. Neben allgemeinen Informationen zum aktuellen Programmgebiet „Leipziger Osten 2021–2027“ wurden auch konkrete Projekte vorgestellt – darunter die verkehrsberuhigte Stünzer Straße, Baumaßnahmen im Ost-Passage-Theater sowie der Parkbogen. Ergänzend folgte ein kurzer Rückblick auf die Förderperiode 2014–2020. Die Präsentation können Sie hier einsehen.

Ein besonderer Fokus des Abends lag auf der Mitbestimmung: Als Verantwortliche für den Verfügungsfonds im Leipziger Osten konnte Anika Franke das Förderinstrument vorstellen und das Gremium neu besetzen und wählen lassen. Zu den vier bereits im Verfügungsfonds vertretenen und nochmal neu aufgestellten Mitgliedern, konnten fünf neue engagierte Bewohnerinnen gewonnen werden, die sich künftig aktiv in die Entwicklung ihres Stadtteils einbringen möchten. In Kürze werden die neuen Gremienmitglieder auch auf der Webseite vorgestellt. Allgemeine Informationen zum Verfügungsfonds können Sie bereits jetzt hier nachlesen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde es noch einmal richtig lebendig: Über eineinhalb Stunden hinweg fanden intensive Gespräche an den verschiedenen Infotischen statt.

Am Tisch zum Parkbogen stand Herr Zieprich für Fragen und Austausch bereit. Die Informationen zur Wärmewende im Quartier konnten krankheitsbedingt leider nicht persönlich vorgestellt werden. Herr Siegert vom Amt für Stadtgrün und Gewässer präsentierte die Planungen zur Brachfläche an der Schulze-Delitzsch-Straße und kam dazu mit vielen Interessierten ins Gespräch.

Einblicke in die Arbeit des Stadtordnungsdienstes gab Herr Wolf, Abteilungsleiter des Stadtordnungsdienstes. Frau Tunçel vom Ordnungsamt stellte den Kommunalen Präventionsrat vor und lud zum Austausch ein. Frau Göhler informierte über das Stadtteilhaus und ermöglichte Einblicke in die Arbeit des Campusmanagements. Frau Nuß vom Quartiersmanagement stand ebenfalls zum Gespräch bereit.

Am Tisch des Kulturamtes stellte Frau Dr. Andraschik verschiedene Fördermöglichkeiten vor. Spontan wurde das Angebot durch Informationen zu den diesjährigen OSTLichtern ergänzt, die Frau Kahle vom Mühlstraße 14 e.V. vorstellte – ein Beitrag, der auf großes Interesse stieß.

Insgesamt war das Forum geprägt von einer offenen, konstruktiven und wertschätzenden Atmosphäre. Das große Interesse und die aktive Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig und bereichernd der direkte Austausch vor Ort ist.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die sich die Zeit genommen, ihre Perspektiven eingebracht und den Abend so lebendig mitgestaltet haben.

Neustädter Frühstück


Am Sonntag waren wir gemeinsam mit unserem Auftraggeber, dem Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung beim 20. Neustädter Frühstück dabei – und das gleich mit unseren druckfrischen Bewegungsplänen im Gepäck. Zwischen Kaffee, Kuchen und Schnittchen kamen wir mit vielen Bewohnerinnen ins Gespräch. Besonders bewegt haben uns dabei die Themen Haushaltssperre und ihre Folgen sowie die Sicherheit für Frauen und FLINTA im öffentlichen Raum.

Neben uns waren auch viele andere Akteur:innen aus dem Stadtteil vertreten – unter anderem die Buchkinder, das Pöge-Haus, der Hort der Wilhelm-Wander-Grundschule und das Kinderhospiz Bärenherz, das O.S.K.A.R. oder auch die LGK und das MiO und Japanische Haus. Auch Parteien wie SPD, Grüne und Linke waren vor Ort. Für Stimmung sorgten DJ Schellack und eine Live-Band, die Hüpfburg lockte die Kleinsten an und auf den zahlreichen Flohmarktständen von Anwohnenden konnte nach Herzenslust gestöbert werden.

Insgesamt ein bunter Vormittag von 10 bis 13 Uhr – mit vielen Eindrücken, guten Gesprächen und der schönen Erfahrung, wie lebendig und vielfältig unser Stadtteil ist.

Linie Ost 2025

Linie Ost – durch den grünen Leipziger Osten am 20.06.2025

Ein Erlebnisbericht

Und da kam er wieder zum Kino der Jugend, der rote Doppeldeckerbus mit dem Fahrer Gunter. Pünktlich um 15 Uhr startete am Freitag dem 13.06. die siebte Auflage der Linie Ost. Wie immer im Frühsommer steuerte die über 50ig köpfige Besatzung der Linie Ost grüne Oasen im Leipziger Osten an und entdeckte spannende Projekte, die sich den Themen Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Umweltschutz auseinandersetzen.

Die erste Station befand sich in der Mariannenstraße, genauer gesagt, an der Pumpe „Delfin“. Hier warteten die Aktiven mit etlichen gefüllten Gießkannen von „Leipzig pumpt“ und „Leipzig gießt“ auf die Fahrgäste. Die Projekte passen sehr gut zusammen, da sich erstere für die Wiederbelebung der historischen Wasserspender einsetzen, die letztere für ihr gutes Werk – Stadtbäume gießen – dringend brauchen. Dabei lernten wir, es ist besser, einen Baum richtig gut zu gießen als alle Bäume in der Umgebung nur ein bisschen. Einst gab es im Leipziger Stadtgebiet 250 Wasserpumpen, davon existieren noch 50, seit den 1980er Jahren wurden ca. 30 wieder saniert und stehen einsatzbereit in den Straßen. Der Klimawandel ist voll im Gange, die Straßenbäume leiden unter Trockenheit, die Stadtgesellschaft unter Hitzestress. „Leipzig gießt“ möchte die Anwohner zum gießen der Stadtbäume animieren und die Fahrgäste gossen, was die Kannen hergaben. Übrigens: am 04. Juli ist der Tag der Gießkanne!

An der Wasserstation wurde dann noch das Projekt „Saatgutbibliothek“ der Stadtbücherei vorgestellt. Alle Inhaber eines Stadtbibliotheksausweises können im Frühjahr in den teilnehmenden Stadtteilbibliotheken Saatguttütchen mit Samen der unterschiedlichsten Pflanzen nebst Pflanz- und Pflegeanleitung mitnehmen. Im Herbst nach der Ernte bringt man dann wieder ein paar Samen in die Bücherei zurück und legt so den Baustein für eine neue Ernte im nächsten Jahr. Die Samen sind alte Sorten, die im Gegensatz zum Saatgut aus dem Baumarkt nicht gentechnisch verändert sind und damit immer wieder neue Samen produzieren.

Zurück ging es in den Bus und in den Sternburg-Burggarten in der Mühlstraße. Burgherr Klaus empfing die Busgesellschaft mit Geschichten sowie mit gekühlten Getränken aus den Tiefen der Brauerei Sternburg. Beides wurde sehr gern von der Busgesellschaft angenommen. Der Sternburg-Burggarten ist ein gelungenes Beispiel einer Kooperation eines ansässigen Unternehmens mit der Nachbarschaft. Die Brauerei stellt das Gelände, Strom, Wasser – und manchmal offensichtlich auch Freigetränke – zur Verfügung und Anwohner*innen können im Garten verweilen, sich ein Hochbeet nutzbar machen oder auch auf dem Gelände Geburtstag feiern. Und nicht nur die direkten Anwohner*innen – alle sind willkommen.

Die nächste Station befand sich in Paunsdorf. „Wald und Wiese“ ist ein noch relativ unentdecktes Waldidyll. Auf einem Hektar befindet sich ein Wäldchen, ein Kräutergarten und eine Obstbaumwiese – kurz eine grüne Oase. Eine kleine Werkstatt befindet sich ebenfalls auf dem Gelände. Hier werden alte Handwerkstechniken vermittelt und mit Naturmaterialien wie Holz und Ton gearbeitet. Es gibt eine Vielzahl an Angeboten für Kinder, die von Bogenbau über Ton modellieren, Kräuter-Duftkissen herstellen bis hin zum Bienentag mit allem Wissenswerten. Neben dem sehr angenehmen Verweilen in der Oase stellten die Betreiber außer dem Ort auch ein wundervolles Gartenmenü zur Verfügung. Die Linie Ost war begeistert, überall sah man lächelnde Gesichter, alle befanden sich im regen Austausch und der Abschied fiel wirklich schwer.

Die letzte Station bildete der botanische Garten. Hier fand die lange Nacht der Wissenschaften statt und alle konnten sich frei im Garten bewegen. Die Busgesellschaft schmolz zusammen, die Linie Ost verlor Fahrgäste an den Botanischen Garten – was aber auch so geplant war. Mit ca. der Hälfte der Fahrgäste kehrte die Linie Ost um 20 Uhr ans Kino der Jugend zurück.

Ein gelungener Auftakt beim Tag der offenen Tür im Stadtteilhaus Wurzner Straße

Am Dienstag, dem 24. Juni 2025, öffnete das Stadtteilhaus Wurzner Straße seine Türen für Interessierte aus dem Quartier und darüber hinaus. Von 14:30 bis 17:00 Uhr stellten sich die im Haus ansässigen Einrichtungen vor und luden zu einem offenen Nachmittag mit vielfältigen Angeboten ein.

Mit dabei waren die Volkshochschule Leipzig, das Quartiersmanagement Leipziger Osten, das Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung, der FAIRbund e.V. sowie die Musikschule „Johann Sebastian Bach“.

Einblicke, Gespräche und erste Schritte

Zwar zog das parallel stattfindende Campusfest viele Menschen an, wodurch nicht alle den Weg ins Stadtteilhaus fanden – dennoch konnte ein kleinerer, aber sehr interessierter Besucherkreis begrüßt werden. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, sich über die Angebote im Haus zu informieren, mit den Akteurinnen und Akteuren ins Gespräch zu kommen und erste Kontakte zu knüpfen.

Im Programm

Ein Yogaangebot der Volkshochschule lud zum Mitmachen und Entspannen ein, die Musikschule sorgte mit musikalischen Beiträgen für eine lebendige Atmosphäre und luden zum gemeinsamen Musizieren ein, während kreative Mitmachstationen und Beratungsangebote des FAIRbund e.V. Einblicke in die Arbeit der Erziehungsberatungsstelle ermöglichten.

Ein weiterer Programmpunkt war die Ausstellung zu aktuellen städtebaulichen Projekten im Leipziger Osten. Interessierte konnten sich über Vorhaben wie die Quartiersschule Ihmelsstraße, die Entwicklung rund um die IG Fortuna oder auch den Parkbogen Ost informieren oder sich mit dem Quartiersmanagement über Wohl- und Unwohlorte im Stadtgebiet austauschen.

Ein Anfang mit Potenzial

Auch wenn die Besucherzahl überschaubar war, war die Resonanz durchweg positiv. Die Veranstaltung bot einen guten Rahmen, um das Stadtteilhaus Wurzner Straße als Ort der Begegnung und Mitgestaltung sichtbarer zu machen. Die Gespräche und Rückmeldungen zeigten deutlich: Hier gibt es Raum für weitere Ideen, Beteiligung und gemeinsames Engagement.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Mitwirkenden und Gästen für diesen gelungenen Auftakt!

Stand vom QM beim Parkfest

Parkfest Sellerhausen

Am Sonntag, dem 22. Juni 2025, verwandelte sich der kleine Park rund um die Emmauskirche wieder in einen lebendigen Treffpunkt für Jung und Alt. Seit 2005 findet das Parkfest als gemeinschaftliches Stadtteilfest statt – damals ins Leben gerufen von der Kirchgemeinde in Zusammenarbeit mit engagierten Mitorganisatoren. Der Grundgedanke eines Festes von und für Bürger*innen, Vereine und Einrichtungen wurde auch in diesem Jahr mit großer Beteiligung und Herzblut umgesetzt.

Seit 2007 tragen der Bürgerverein Sellerhausen-Stünz und die Kirchgemeinde gemeinsam die Hauptverantwortung für die Organisation. Ihr langjähriges Engagement macht dieses besondere Fest überhaupt erst möglich.

in diesem Jahr waren wir mit unserer riesigen Stadtteilplane vor Ort und freuten uns über zahlreiche Gespräche mit den Besucher*innen. Im Fokus standen dabei vor allem persönliche Eindrücke zu „Wohlfühlorten“ und „Unwohlorten“ im Stadtteil – eine wertvolle Gelegenheit für uns, Stimmungen und Perspektiven direkt aufzunehmen und in unsere Arbeit einfließen zu lassen.

Neben spannenden Gesprächen bot das Fest eine bunte Mischung aus Kultur, Musik und Begegnung. Zahlreiche Stadtteilakteure präsentierten sich unter den alten Bäumen mit Info- und Mitmachständen. Auf der Bühne zeigten die Kinder der Hans-Christian-Andersen-Grundschule ihre Tänze und Lieder, ergänzt von Beiträgen der örtlichen Musikschule, einer Gitarrenschule und dem Tanzsportclub. Auch TAKTIV sorgte mit seinen Mitmachtänzen für viel Bewegung und gute Laune im Publikum.

Die Emmauskirche öffnete ihre Türen mit Angeboten wie Puppenspiel und Turmbesichtigung – ein schöner Kontrast zum bunten Treiben im Park. Nicht fehlen durfte natürlich der traditionelle Goldregen, der sich auch in diesem Jahr zum Abschluss des Nachmittags über eine große Kinderschar ergoss – ein leuchtendes Highlight für die Jüngsten.

Als krönender musikalischer Ausklang begeisterte Gerhard Schöne mit einem stimmungsvollen Kinderkonzert. Viele Familien blieben bis zum Schluss und genossen die besondere Atmosphäre des Festes.

Das Parkfest 2025 war aus Sicht des Quartiersmanagements erneut ein starkes Zeichen für gelebte Nachbarschaft, Beteiligung und gemeinsames Gestalten im Stadtteil.

Ein Hinweis des Bürgervereins: Der Bürgerverein Sellerhausen-Stünz, der das Fest mit viel Engagement hauptverantwortlich organisiert, sucht dringend Unterstützung und Nachwuchs. Wer Interesse an einer Mitarbeit im Verein hat, kann sich gerne melden unter: . Jeder Beitrag zählt – für ein lebendiges Miteinander in Sellerhausen-Stünz!

https://www.bv-sellerhausen.de/category/aktivitaeten/parkfest

Eröffnungsfest neugestaltete Stünzer Straße

Am Dienstag, dem 17. Juni 2025, wurde in der Stünzer Straße ein fröhliches Straßenfest gefeiert. Anlass war der erfolgreiche Abschluss der Umgestaltung des verkehrsberuhigten Bereichs zwischen der Borsdorfer und der Friedrich-Dittes-Straße. Rund um die 74. Grundschule und die Kita „Dschungelbande“ war der Straßenraum in den vergangenen Monaten sicherer und kinderfreundlicher gestaltet worden – mit neuen Spiel- und Aufenthaltsflächen, Bänken, Pflanzkübeln und Bäumen. Viele der Ideen für die Neugestaltung stammten von Kindern und Jugendlichen aus dem Quartier.

Das Fest bot zahlreiche Highlights für Groß und Klein: Dank des großen Engagements des Hortes Dschungelbande vom SEB konnten Kinder (und Erwachsene!) die Magie riesiger Seifenblasen bestaunen und selbst ausprobieren. Der Verein Zirkomania e.V. lud Kinder zum Balancieren auf einer großen Kugel ein und vermittelte Grundlagen der Jonglage – mit viel Geduld, Freude und Begeisterung. Für das leibliche Wohl sorgte der Förderverein der Käthe-Kollwitz-Sprachheilschule mit Kaffee und einer köstlichen Auswahl an Kuchen. Der Bürgerverein Anger-Crottendorf sammelte an seinem Stand Wünsche und Anregungen der Anwohnenden fürs Quartier und bot viele unterhaltsame Spiele an. Auch die Ostwache war mit dabei und zauberte mit ihrem Kinderschminken bunte Fantasiegestalten auf viele Kindergesichter. Besonders beliebt war auch die Verschenkekiste, aus der zahlreiche Spielsachen neue Besitzerinnen und Besitzer fanden – strahlende Kinderaugen waren der Dank.

Über die lebhafte Nutzung unserer Stadtteilplane haben wir uns sehr gefreut: Viele große und kleine Gäste markierten ihre ganz persönlichen Lieblingsorte oder auch Bereiche, an denen sie sich unwohl fühlen. So entstand ein lebendiges Bild der Wahrnehmung des Stadtteils aus Sicht seiner Bewohnerinnen und Bewohner (und für uns gleichzeitig eine Vorbereitung auf eine im November stattfindende Dialogveranstaltung zum Thema Unwohlorte – Sicherheit im öffentlichen Raum).

Das Mobilitäts- und Tiefbauamt informierte vor Ort über die Entwicklung des Umbauprozesses der Stünzer Straße und präsentierte an einer Digitalstation spannende Einblicke in aktuelle Zahlen, Grafiken und Daten rund um den Verkehr in Leipzig.

Trotz der sommerlichen Hitze haben erfreulich viele Besucherinnen und Besucher den Weg zum Fest gefunden – ein Zeichen dafür, wie groß das Interesse und die Verbundenheit mit dem eigenen Stadtteil sind. Wir freuen uns riesig über die rege Beteiligung und danken allen Mitwirkenden und Gästen für einen rundum gelungenen und lebendigen Nachmittag!

der Osten räumt auf

Frühjahrsputz im Leipziger Osten am Wochenende 4. – 6. April

Am Wochenende vom 4. Bis 6. April fanden zahlreiche Frühjahrsputz-Aktionen im Leipziger Osten statt. Engagierte Nachbarinnen und Nachbarn und eine ganze Reihe an Vereinen und Initiativen aus dem Stadtteil halfen mit Straßen, Parks und Brachflächen vom herumliegenden Müll zu säubern.
Die bereits immer kräftiger werdenden Frühlingssonne, tut dieser Tage ihr Übriges, um den Stadtteil in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Wir möchten uns auch noch einmal bei der Stadtreinigung Leipzig bedanken, die die reibungslose Organisation der Putzaktionen möglich gemacht hat und für die Versorgung mit Müllsäcken und Müllgreifern und die anschließende Abholung des gesammelten Mülls gesorgt hat.

Wer weiterhin Lust hat etwas für die Sauberkeit des Stadtteils zu tun, kann sich der Gruppe „Müllfreiräume Ost“ anschließen, die in der Regel einmal im Monat eine öffentliche Putzaktion im Leipziger Osten veranstalten. Ihr könnt sie unter der Mailadresse erreichen.

Außerdem könne auch außerhalb des Frühjahrsputzes jederzeit selbstständig Putzaktionen bei der Stadtreinigung angemeldet und entsprechendes Material geliehen werden. Weiter Informationen vom Team Stadtsauberkeit und die Möglichkeit zur Anmeldung von Putzaktionen finden Sie unter: https://stadtreinigung-leipzig.de/wir-fuer-eine-schoene-stadt/stadtsauberkeit

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die mitgeholfen haben, unseren Stadtteil aufzuräumen und für den Frühling herauszuputzen!

2026 – Quartiersmanagement Leipziger Osten

Das Quartiersmanagement Leipziger Osten wird durch das Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung beauftragt und aus dem Bund-Länder-Programm "Sozialer Zusammenhalt - Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten (SZP)" gefördert, der Projektträger ist CivixX – Werkstatt für Zivilgesellschaft.