Tag: Beteiligung

Dialog im Stadtteil – Grünfläche an der Schulze-Delitzsch-Straße

am 28. Mai haben sich rund 25 Anwohnende über den aktuellen Stand rund um die ehemalige Ausgleichsfläche an der Schultze-Delitzsch-Straße informiert.

Den Anfang machte Frau Försterling vom Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung mit der Präsentation rund um die Einbindung der Fläche im Rahmen der nachhaltigen integrierten Stadtentwicklung.

Kernaussagen:

  • Starkes Wachstum der Stadt
  • Neue Förderperiode für Leipziger Osten
  • Insgesamt 12 Maßnahmen im EFRE Fördergebiet (ca. 12 Mio € werden im Gebiet umgesetzt)
  • Grünfläche steht in Verbindung zu umliegenden Grünflächen und Projekten (z.B. Parkbogen Ost)

Rückfragen aus dem Publikum:

  • Hört 2027 die Förderperiode auf? – Antwort: Ja
  • Wie groß ist die Fläche insgesamt? – Antwort: ca. 20.000 m²

Anschließend präsentierte Herr Eckhard Siegert aus dem Amt für Stadtgrün und Gewässer den aktuellen Planungsstand und die bisherigen Prozesse rund um die Fläche


Kernaussagen:

  • Einordnung zur Lage, Größe und Charakteristika der Grünfläche
  • Einordnung der Historie, des Planfeststellungsverfahrens zum City-Tunnel Leipzig im Rahmen dessen die Grünfläche als Ausgleichsfläche bestimmt wurde sowie der nächsten Schritte
  • Erläuterung des aktuellen Standes zu Vorleistungen und Gutachten sowie laufenden Abstimmungen
  • Erklärung der bestehenden Einschränkungen z.B. Immissionsschutz (Lärm)
  • Bilanzierungskonzept und Entwurfskonzept
  • Vorstellung des Vorentwurfskonzept der naturnahen Grünfläche

Fragen, Hinweise, Einwände aus dem Publikum:

  • Ist ein Zugang von der angrenzenden Kita (Hildegardstraße) aus geplant? Wäre für die Kinder vorteilhaft. – Antwort: Es handelt sich um einen privaten Träger. Es ist kein Zugang von privaten Flächen auf eine öffentliche Fläche vorgesehen.
  • Wie kritisch sind die Schadstoffbelastungen? Wo liegen die Schadstoffe?

Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Diskussion in kleinen Runden zu den Themen wie Umzug des Bauspielplatzes auf die Fläche und damit einhergehende Notwendigkeiten an Fläche und Infrastruktur, Hochbeete und weitere Initiativen, wie beispielsweise Querbeet e.V. sowei Anregungen und offene Fragen.

Diskussionen an Tischen

Tisch 1: Bauspielplatz | Moderation / Ansprechperson: Marlen Försterling

Wichtige Anregungen:

  • Flächengröße: Die 1.200m² große Teilfläche ist zu klein für die Entwicklung eines Bauspielplatz (eher 8000m² statt 600m²).
  • Strom und Wasser (!) anschlüsse sehr wichtig.
  • Wann ist geplant, dass Kooperativen den Platz bespielen können? -> Ab 2028

Tisch 2: Hochbeete und sonstige Initiativen | Moderation / Ansprechperson: Constantin Suppee

Wichtige Anregungen:

  • Organisation: Ab wann kann die Fläche bespielt werden? (Queerbeet e.V.)
  • Zugänglichkeit: es sollte eine gewisse Außengrenze markiert werden. Auf dem Queerbeet Projekt Ludwigsgarten gibt es festgelegte Öffnungszeiten (Do, Do, Sa)
  • Wasser: Wasserinfrastruktur benötigt. Im Ludwigsgarten werden mehr als 2x 1.000 Liter (Tröge) verbraucht. Ideen: 1. historische Schwengelpumpe auf dem Spielplatz Mariannenstraße (Sanierung im Rahmen des Klimaanpassungssofortmaßnehmenprogramms?), 2. Kooperation mit dem Projekt Tonnen an Fallrohre um privates Regenwasser zu nutzen 
  • Kompost/Entsorgung: Was für Möglichkeiten bestehen vor Ort? Kann Kompost angelegt werden? Gibt es weitere Entsorgungsoptionen für anderen Abfall?

Konkrete Vorschläge:

  • Ort des Zusammenkommens: Besteht die Möglichkeit selbst (1.) Möbel zu errichten, (2.) kleine Kulturveranstaltungen zu veranstalten, (3.) Feuerstelle anzulegen
  • Kunst an der Plakatwand: Möglichkeit zur Aufstellung einer 3x5m Plakatwand am Rand des Parks zur partizipativen Bespielung durch Künstler:innen und Anwohnende? Finanzierung soll wenn dann durch Ideenträgerin beim SBB Ost angefragt werden (Stadtbezirksbudget).
  • Kooperationsideen: Gemeinsam mit Kindergarten (Hildegardstraße) Hochbeete bauen. Wissenschaftliche Führungen durch UFZ auf dem Gelände.

Offene Fragen / Prüfaufträge:

  • Wasserinfrastruktur: Was für Möglichkeiten bestehen? Kann Schwengelpumpe reaktiviert werden?
  • Entsorgung: Kompost möglich? Weitere Entsorgungsmöglichkeiten geplant?
  • Ort des Zusammenkommens: Möbel bauen möglich? Feuerstelle möglich?

Tisch 3: Fragen und Antworten für Anwohnende | Moderation / Ansprechperson: Paula Hofmann

Zentrale Fragen der Anwohnenden:

  • Prävention mitdenken – wie kann eine Nutzungsproblematik entstehen? Wie kann man die Nutzung inklusiv gestalten?
  • Wie sind die Wege gestaltet – Antwort: Wassergebundene Wegedecke
  • Hunde:
    • Größter Konflikt, freilaufende Hunde – Wunsch: Abgrenzung zum Kinderspielplatz (Hinweis: Hundebesitzer waren vor allem im östlichen (rechten) Teil der Fläche)
  • Explizit Bedarf im Viertel den Hund von der Leine zu lassen
    • Angebot von Hundekotbeutel? – Antwort: Wird nicht durch die Stadt gestellt
  • Kunst im öffentlichen Raum (partizipatives Kunstobjekt) – Wenn dann über Stadtbezirksbudget finanzierbar. Beim SBB Ost beantragen.  

Besuchende hören der Vortragenden zu

Forum Leipziger Osten – Rückblick

Am 23. April ’26 fand das Forum Leipziger Osten mit rund 40 Teilnehmenden statt. In einer kleineren, dafür umso engagierteren Runde kamen neben den Tischgastgebenden, vier Stadtbezirksbeirätinnen und einem Stadtrat, etwa 30 interessierte Bewohnerinnen und Bewohner zusammen. Diese persönliche Atmosphäre bot beste Voraussetzungen für intensive Gespräche, neue Begegnungen und einen offenen, ehrlichen Austausch.

Zum Auftakt gab Frau Försterling einen anschaulichen und gut verständlichen Überblick über die EFRE-Förderung 2021–2027 sowie die damit verbundenen Maßnahmen der nachhaltigen integrierten Stadtentwicklung im Leipziger Osten. Neben allgemeinen Informationen zum aktuellen Programmgebiet „Leipziger Osten 2021–2027“ wurden auch konkrete Projekte vorgestellt – darunter die verkehrsberuhigte Stünzer Straße, Baumaßnahmen im Ost-Passage-Theater sowie der Parkbogen. Ergänzend folgte ein kurzer Rückblick auf die Förderperiode 2014–2020. Die Präsentation können Sie hier einsehen.

Ein besonderer Fokus des Abends lag auf der Mitbestimmung: Als Verantwortliche für den Verfügungsfonds im Leipziger Osten konnte Anika Franke das Förderinstrument vorstellen und das Gremium neu besetzen und wählen lassen. Zu den vier bereits im Verfügungsfonds vertretenen und nochmal neu aufgestellten Mitgliedern, konnten fünf neue engagierte Bewohnerinnen gewonnen werden, die sich künftig aktiv in die Entwicklung ihres Stadtteils einbringen möchten. In Kürze werden die neuen Gremienmitglieder auch auf der Webseite vorgestellt. Allgemeine Informationen zum Verfügungsfonds können Sie bereits jetzt hier nachlesen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde es noch einmal richtig lebendig: Über eineinhalb Stunden hinweg fanden intensive Gespräche an den verschiedenen Infotischen statt.

Am Tisch zum Parkbogen stand Herr Zieprich für Fragen und Austausch bereit. Die Informationen zur Wärmewende im Quartier konnten krankheitsbedingt leider nicht persönlich vorgestellt werden. Herr Siegert vom Amt für Stadtgrün und Gewässer präsentierte die Planungen zur Brachfläche an der Schulze-Delitzsch-Straße und kam dazu mit vielen Interessierten ins Gespräch.

Einblicke in die Arbeit des Stadtordnungsdienstes gab Herr Wolf, Abteilungsleiter des Stadtordnungsdienstes. Frau Tunçel vom Ordnungsamt stellte den Kommunalen Präventionsrat vor und lud zum Austausch ein. Frau Göhler informierte über das Stadtteilhaus und ermöglichte Einblicke in die Arbeit des Campusmanagements. Frau Nuß vom Quartiersmanagement stand ebenfalls zum Gespräch bereit.

Am Tisch des Kulturamtes stellte Frau Dr. Andraschik verschiedene Fördermöglichkeiten vor. Spontan wurde das Angebot durch Informationen zu den diesjährigen OSTLichtern ergänzt, die Frau Kahle vom Mühlstraße 14 e.V. vorstellte – ein Beitrag, der auf großes Interesse stieß.

Insgesamt war das Forum geprägt von einer offenen, konstruktiven und wertschätzenden Atmosphäre. Das große Interesse und die aktive Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig und bereichernd der direkte Austausch vor Ort ist.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die sich die Zeit genommen, ihre Perspektiven eingebracht und den Abend so lebendig mitgestaltet haben.

Beteiligung zum Stadtplatzprogramm

Im Vorfeld der Bürgerbeteiligung zur Gestaltung der Fläche am Rabet wurde vom QM Leipziger Osten über die sozialen Medien, Verteiler und Webseite zum Termin informiert und eingeladen. Zusätzlich wurden die Hausbriefkästen der näheren Umgebung der Fläche beflyert oder – wenn man nicht an die Briefkästen gelangen konnte – die Information an die Haustüren geklebt. Gleichfalls auch in die Haltestellen der Straßenbahn rund um das Gebiet.

Die Informationen, die in der Straße (Haltestellen und Läden) ausgehangen wurden, waren mehrsprachig – deutsch, arabisch, ukrainisch, englisch und türkisch.

Am Veranstaltungstag wurden von uns große Schautafeln auf Pinnwände aufgehängt, die das Gebiet zeigten sowie Beispiele von Gestaltungselementen und Platzgestaltungen. Hier konnten sich die Interessierten Anregungen holen und in Textfelder eigene Ideen und Anregungen verschriftlichen, mit Klebepunkten Ideen und Elemente werten. Auch was man sich nicht auf dem Platz vorstellen kann wurde abgefragt. Weitere Schautafeln dienten als Informationsquellen, auf denen die Ziele des Stadtplatzprogrammes und die Entwicklung dahin dargestellt wurden.

Insgesamt stand das Team des QM Leipziger Osten und Mitarbeiter der beteiligten Ämter den Bürgern von 15 bis 18 Uhr vor Ort für Nachfragen und Beratung zur Verfügung. Diese Zeit wurde ausgewählt, da erfahrungsgemäß viele Menschen unterwegs sind, die das Rabet als Freizeitraum nutzen, auf der Eisenbahnstraße einkaufen gehen oder sich auf dem Weg von der Arbeit nach Hause befinden.

Die Gruppe derjenigen, die das Angebot zu Beteiligung nutzten, war bunt gemischt. Familien bildeten eine Hauptgruppe, eine andere bestand aus eher jüngeren Menschen. Zudem schauten auch engagierte Bürger vorbei und brachten sich ein, welche sich selbst innerhalb von Vereinen nachbarschaftlich und kulturell in diesem Gebiet mit ihrer Arbeit einbringen.

Die gesammelten Ideen werden nun ausgewertet, nach Häufigkeit gewichtet und auf deren Grundlage ein Gestaltungskonzept entwickelt. Dieses wird in einem nächsten Schritt wieder der Öffentlichkeit vorgestellt werden, um erneut zu einer Beteiligungsveranstaltung einzuladen. Über diese Online-Beteiligung informieren wir an dieser Stelle.

Im vierten Quartal 2025 könnte – wenn alles wie geplant klappt – eine neu gestaltete Aufenthalts- und Begegnungsstätte den Bürgern zur Verfügung stehen.

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Ende August sind die Vorplanungen abgeschlossen. Stadtrat und Stadtbezirksbeirat gaben ihr positives Votum und nun kann die Umgestaltung losgehen, sobald der städtische Haushalt freigegeben ist.

2026 – Quartiersmanagement Leipziger Osten

Das Quartiersmanagement Leipziger Osten wird durch das Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung beauftragt und aus dem Bund-Länder-Programm "Sozialer Zusammenhalt - Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten (SZP)" gefördert, der Projektträger ist CivixX – Werkstatt für Zivilgesellschaft.